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Geiz ist geil – auch bei Ehescheidungen?

Angst vor Kosten

Viele scheuen den Gang zum Anwalt aus Angst vor Kosten. Oft folgt dann aber das böse Erwachen. Fristen können verstrichen und Ansprüche verfallen sein. Manchmal hätte bei guter Beratung im Vorfeld viel Geld gespart oder mehr erlangt werden können.

Voraussetzung für die Scheidung ist das Stellen eines Scheidungsantrags beim Familiengericht. Der Antrag kann im Regelfall jedoch erst nach einem Getrenntleben von einem Jahr gestellt werden.

Beratung ist sinnvoll

Schon vor der Trennung ist jedoch eine Beratung sinnvoll. Bereits zu diesem Zeitpunkt ist es ratsam, Ansprüche zu besprechen, die mit der Trennung entstehen bzw. mit der Trennung geltend gemacht werden sollten.
Besprochen werden sollte auch, wie die Trennung ausgestaltet werden muss, damit das Gericht sie anerkennt. Unproblematisch ist das Wohnen in getrennten Wohnungen. Spätestens mit dem Auszug ist die Trennung vollzogen. Schwierig ist es bei denjenigen, die im gemeinsamen Haus oder in der gemeinsamen Wohnung getrennt leben wollen.

Klärungs- und Beratungsbedarf besteht

Wenn das Trennungsjahr verstrichen ist, kann der Scheidungsantrag beim Gericht eingereicht werden. Zwingend geregelt werden muss mit der Scheidung übrigens nur der Ausgleich der Rentenanwartschaften, der sogenannte Versorgungsausgleich. Alles andere wird vom Gericht nur dann geregelt, wenn einer der Ehegatten einen Antrag hierzu stellt. Auch ein gemeinsames Grundstück wird bei der Scheidung nicht automatisch aufgeteilt. Es besteht daher viel Klärungs- und Beratungsbedarf.

Fachanwalt oder Fachanwältin für Familienrecht aufsuchen

Damit eine möglichst gute und umfassende Beratung und gute Vertretung erfolgt, sollte ein Fachanwalt oder eine Fachanwältin für Familienrecht aufgesucht werden. Über staatliche Beihilfen beraten Fachanwälte immer umfassend. Rechtsschutzversicherungen treten im Regelfall leider nicht ein. Aber auch, wenn die Kosten selbst gezahlt werden müssen, sind diese häufig nicht so hoch wie befürchtet. Fachanwälte beraten im ersten Beratungsgespräch auch über die entstehenden Kosten.